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Urkunde von 1278 herunter laden

Urkunde


Dokument der "ersten urkundlichen Erwähnung Gerlafingens"
(Original im Staatsarchiv des Kantons Bern, Falkenplatz 4, 3001 Bern; professionelle Fotografie freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Dr. Peter Martig, aus Gerlafingen stammender BE-Staatsarchivar)

Dieses Bild zeigt das Dokument von 1278 mit der ersten urkundlichen Erwähnung Gerlafingens
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Uebersetzung der ältesten, bekannten Urkunde,
worin Gerlafingen erwähnt wird (= 21. Januar 1278)


( Uebersetzer: Othmar Noser-Hasler, 4573 Lohn-Ammannsegg – www.hermeneus.ch )

Heinrich von Wiggiswil und seine Ehefrau Anna bekennen, von der Abtei Fraubrunnen zwei Schupposen zu Recherswil, zwei solche zu Obergerlafingen und Aecker und Matten zu Niedergerlafingen um einen jährlichen Zins von zwei Pfund Wachs zu lebenslänglicher Nutzung empfangen zu haben.
Damit die in der Zeit geschehenden Dinge nicht zugleich mit der Zeit dem Gedächtnis entschwinden, pflegt man sie urkundlich in Schrift auf immer festzuhalten. Es sollen also alle, welche die gegenwärtige Urkunde einsehen, wissen, dass ich, Heinrich von Wiggiswil zusammen mit meiner Ehefrau Anna vier Schupposen bis zu unserem friedlichen Tode besitzen soll. Nämlich: zwei Schupposen, gelegen bei Recherswil; diese besassen die Religiosen - die Herrinnen Aebtissin und Konvent von Fraubrunnen, gelegen in der Diözese Konstanz und zwar aufgrund einer Schenkung eines Heinrich von Inkwil, die er für sein Seelenheil machte. Ferner eine Schuppose bei Obergerlafingen. Diese besassen die genannten Herrinnen aufgrund einer Schenkung eines Ulrich von Diessenhofen; des weitern eine Schuppose, gelegen in dem genannten Dorf Obergerlafingen. Diese haben ich und meine vorgenannte Ehefrau den erwähnten Herrinnen zu unserem Seelenheil frei übergeben. Auch Aecker und ein Feld bei Niedergerlafingen gelegen, welche den genannten Herrinnen vom genannten Heinrich von Inkwil übertragen worden waren. Wir sollen diese Güter unter der Bedingung besitzen, dass sie nach unserem Tode den erwähnten Herrinnen und ihrem Kloster frei zurückerstattet werden. Keiner unserer Erben darf diese Herrinnen im Hinblick auf diese Güter hindern oder belästigen. Zum Zeichen aber des Besitzes der genannten Güter, welcher den genannten Herrinnen gehört, werden wir jedes Jahr am Festtage Lichtmess der heiligen Jungfrau Maria zwei Pfund Wachs entrichten. Wir aber haben den genannten Herrinnen für die Güter, die uns unter der vorgenannten Bedingung zugestanden wurden, vierundzwanzig Pfund Denare jährlich an Geld bezahlt. Zur Bezeugung dieses Geschäftes und zu immerwährender Erinnnerung daran, haben wir die vorliegende Urkunde – da wir kein eigenes Siegel haben – mit dem Siegel des verehrten Herrn B. von Rüti, ihres Bruders und Propsts von Solothurn, bekräftigen lassen. Wir aber, der Propst von Solothurn und Herr Dietrich, Herr von Rüti, Brüder des Vorgenannten, haben auf Bitte des Heinrich von Wiggiswil und Annas, seiner Ehefrau, unsere Siegel an diese Urkunde angebracht zum Zeugnis des Vorerwähnten. Gegeben in Burgdorf, 12 Tage vor den Kalenden des Februar, im Jahre des Herrn 1278.